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Chronik
1313 Erste
urkundliche Erwähnung in einer Verkaufsurkunde. Danach ist Zabel
von Skoryn Gutsbesitzer des Ortes Schorin, eines altwendischen
Fischerdorfes am Ufer des Schlänitzsees. Funde aus Stein-,
Bronze- und Eisenzeit belegen, daß das Siedlungsgebiet wesentlich
länger besiedelt war. 1704 - 1708 Das Dorf Schorin
gehört dem königlichen Etatminister und Schloßhauptmann
Marquardt Ludwig von Printzen. Auf seinen Antrag hin wurde durch
Friedrich I. einer Umbenennung des Dorfes in »Marquardt«
stattgegeben. 1795 Bedeutendste Besitzer von Gut und
Herrenhaus Marquardt sind von 1795 bis 1858 Hans Rudolf von
Bischoffwerder, General und Minister bei Friedrich Wilhelm II. und
sein Sohn. Sie erweiterten das Herrenhaus und legten den Park an.
Hans Rudolf von Bischoffwerder veranstaltet im Park in der sog.
»Blauen Grotte« spiritistische Sitzungen des »Rosenkreuzer
Ordens«. An einigen nahm auch der König teil, der mit dem Orden
sympathisierte. Theodor Fontane, der 1869 den Ort besuchte,
widmete Marquardt, der Familie Bischoffwerder und den »Geheimen
Gesellschaften« des »Rosenkreuzer Ordens«. Ausführliche
Kapitel sind in den »Wanderungen durch die Mark Brandenburg«,
Band Havelland zu finden. 1823 Eine Skizze von Peter
Joseph Lenné zur Erweiterung des Marquardter Parkes bildete die
Grundlage seiner Gestaltung. 1892 Der Berliner
Industrielle Louis Ravené erwirbt Schloß und Gut Marquardt als
Sommersitz. Das Schloß erhält bis 1912 im wesentlichen die
heutige Gestalt durch Aufstockung, Anbau des Saales (WestfIügel)
und die Täfelung repräsentativer Räume im Erdgeschoß. Die
heutige Größe und Struktur des Parkes wird Anfang des 20.
Jahrhunderts durch Aussiedlung von Bauern aus dem südlichen
Parkteil erreicht. 1911 Der Schloßsaal und die
Seeterrassen werden angebaut.
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